Aufbruch ins nächste ART-Jahrzehnt


art insbruck 2015


Sa. 21.2.2015, 15.00 Uhr Buchpräsentation „Die Kunstmarktformel“
Sa. 21.2.2015, 17.00 Uhr ART-Talk Francis Bacon

Kurz vor dem zwanzigjährigen Jubiläum präsentiert sich die ART Innsbruck nun erstmals in einem inhaltlich neuen Gewand und ganz neu in der großen Messehalle A.

Mit der programmatischen Erweiterung um Antiquitäten und Kunst des 19. Jahrhunderts stellt die ART Innsbruck damit jetzt schon die Weichen für die nächste Dekade dieses Kunstmessenprojektes, das vor 19 Jahren als „editions of ART“ aus der Taufe gehoben wurde. Damals mit der klaren Intention, mit Grafik-Editionen und Multiples dem heimischen interessierten Publikum einen niederschwelligen Zugang zur Kunst zu bieten. Die inhaltliche Erweiterung soll dem angestammten Publikum nun ganz klar neue Impulse bieten, so ART Innsbruck-Direktorin Johanna Penz. „Der gekonnte Mix von Alt und Neu hat sich ja längst als der Trend im Interior Design durchgesetzt. Daher gehen wir mit unserem Relaunch natürlich einmal mehr ganz bewusst den Bedürfnissen unseres Publikums entgegen.“ Der morgige Eröffnungsabend steht für Penz deshalb ganz im Zeichen dieses neuen Erscheinungsbildes. „Unser geschätztes Publikum soll ganz in die neue wirklich fantastische Atmosphäre der ART Innsbruck eintauchen können“, so ART-Gründerin Penz. Selbst die mittlerweile schon zur Tradition gewordene „Music meets Media-Performance“ des bekannten Tiroler Komponisten Norbert Zehm und seines Videokünstler-Freundes Roland Schrettl hat sich heuer der Reduktion verschrieben. Erstmals wird der musikalische Part, welchen Zehm in diesem Jahr mit der Pianistin und Improvisationskünstlerin Karen Schlimp bestreitet, ausschließlich akustisch, somit also gänzlich elektronikfrei sein. Zehm und Schlimp gestalten ihre Darbietung dabei als „Dialog auf zwei Flügeln“. Dieser musikalischen Interaktion wird Roland Schrettl einen multimedialen Dialog entgegensetzen: Schrettl hat sich hierzu die Videokünstlerin Barbara Sepp als künstlerische Interaktionspartnerin eingeladen, welche schon im vergangenen Jahr durch ihre überaus eindrückliche Bildsprache begeisterte. Neben zwei Uraufführungen – der Zehm-Komposition „Boats of Hope“ (ein musikalischer Reminder an die fortwährenden Flüchtlingsdramen im Mittelmeer) – und der Schlimp-Komposition „Maps & Mirrors“, einer patternhaften Annäherung an die Metropole London, bei der die beiden Interpreten frei mit vorgegebenem Material interagieren werden, stehen auch noch ältere Werke von Zehm und dem Künstler Philip Flood auf dem Programm. Die Performance findet im Forum im 3.Stock der Messehalle A statt, ist also über das Foyer der Halle erreichbar.

Indes laufen die Vorbereitungen für die 19. ART Innsbruck noch auf Hochtouren: über 80 Aussteller/innen aus ganz Europa sind in den letzten Tagen in Innsbruck eingetroffen, um in der Messehalle A ihre Kojen zu beziehen. Morgen ab 17.30 Uhr haben die Gäste der Preview dann erstmals die Möglichkeit, durch die neue Halle zu flanieren, um 19.30 Uhr wird schließlich Tirols Kulturlandesrätin Dr.in Beate Palfrader die 19. ART Innsbruck offiziell eröffnen. Unumstrittenes Highlight der diesjährigen Kunstmesse ist zweifelsohne die Sonderschau „Francis Bacon Drawings“, bei der insgesamt 12 Zeichnungen und 4 Pastelle dieser schillernden Künstlerikone zu sehen sein werden. Die Schau ist auch insofern eine Sensation, als damit eine Sammlung präsentiert wird, die am Kunstmarkt bis dato noch weitgehend unbekannt war, ist sie doch ein Geschenk Bacons an „seinen Mann in Italien“ Cristiano Lovatelli Ravarino. Die insgesamt 500 Zeichnungen und Pastelle umfassende Sammlung ist mittlerweile in eine Stiftung eingebracht, Teile davon werden im Laufe dieses Jahres erstmals in eine große internationale Auktion gehen. Nachdem sich mit dieser in vielerlei Hinsicht einzigartigen Sammlung ein ganz neues Kapitel in der Werkbetrachtung dieses Kunst- wie Lebensexzentrikers auftut, galt Bacon doch bis dato primär als Maler – haben die Organisatoren der Sonderschau – MilionArt und die ART Innsbruck – für Samstag Nachmittag 17.00 Uhr einen hochkarätigen Expertentalk angesetzt, zu dem sich auch der ursprüngliche Eigner und Bacon Intimus angesagt hat. Ebenfalls am Samstag, allerdings schon um 15 Uhr, wird Hubert Thurnhofer, Galerist, Philosoph und Autor, sowie langjähriger Aussteller und Wegbegleiter der ART Innsbruck sein neuestes Buch „Die Kunstmarkt-Formel“ präsentieren. Thurnhofer, dem die Hypes und die damit verbundenen Seilschaften des internationalen Kunstmarktes immer schon ein Dorn im Auge waren, nimmt darin einmal mehr die Spielregeln und vermeintlich objektiven Kriterien und Instrumentarien zur Kunstbewertung kritisch unter die Lupe. In seinem wie üblich mit vielen konkreten Beispielen launig angereichertem Vortrag wird Thurnhofer einige Phänomene dieses Marktes exemplarisch skizzieren und damit auch ein Stück weit entzaubern. Auch dieser Vortrag findet im Forum im 3. Stock der Messehalle A statt.

Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie wie gewohnt auf unserer Homepage (www.art-innsbruck.at), anbei noch die Öffnungszeiten und Kartenpreise.  

Öffnungszeiten:

19. Februar 2015: 17:30 Uhr preview | 19:30 Uhr offizielle Eröffnung
20. Februar 2015: 11 bis 20 Uhr
21. Februar 2015: 11 bis 20 Uhr
22. Februar 2015: 11 bis 20 Uhr
23. Februar 2015: 11 bis 19 Uhr
 
NEU! Messehalle A        
Haupteingang Ost / Claudiastr. 1
A-6020 Innsbruck                
 
Ticketpreise:

Preview: 35 Euro
Tageskarte: 12 Euro

Ermäßigte Karte:        
9 Euro für Studenten, Lehrlinge, Pensionisten Ö1 Club
Partnerticket: 19 Euro – gültig für ein Paar
2-Tages Karte: 19 Euro
ART- Package: 19 Euro – Tageskarte + Ausstellerkatalog
Dauerkarte (4 Messetage): 35 Euro
           

Bitte beachten Sie auch den Link zum neuen ART Innsbruck Medienpass:

http://www.art-innsbruck.at/images/pressetexte/Medienpass%202015.pdf

Damit haben Sie sowohl am Eröffnungsabend wie an den folgenden Messetagen während der offiziellen Öffnungszeiten unbeschränkten Zutritt zur ART Innsbruck.  Bitte den Ausdruck einfach den Wachleuten am Eingang zeigen.

%d Bloggern gefällt das: