Von Op-Art bis Pop Art, von Araki über Le Corbusier bis Mel Ramos Die Sonderschauen der ART Innsbruck


Sie sind seit den Anfängen die funkelnden Highlights der ART Innsbruck. Ob nun Personale oder Themenschau, die Sonderausstellungen locken stets mit neuen An- und Einsichten. Für die Konzeption und Bestückung der diesjährigen Jubiläumssonderschau hat ART-Impresaria Johanna Penz einmal mehr den bekannten Innsbrucker Galeristen Clemens Rhomberg verpflichtet. Dieses Jahr mit der Schau ‚Pin-Up-Girls’ von Mel Ramos.

 

Glamourös, schillernd, lasziv und immer haarscharf an der Grenze zur eindeutigen Provokation, so präsentieren sie sich, die famosen Pin-Up-Girls von Mel Ramos, einem der letzten noch lebenden Pop Art-Großmeister, die vermutlich auch den einen oder die andere Besucher/in der diesjährigen ART-Sonderschau ein wenig aus der Reserve locken werden. Also gerade richtig für eine Jubiläumssonderschau, findet Johanna Penz. „Im Jubeljahr darf und soll es ruhig ein wenig funken und funkeln.“ Als Clemens Rhomberg ihr diese Sonderschau vorgeschlagen habe, sei sie daher sofort Feuer und Flamme gewesen. Der bekannte Innsbrucker Galerist hat in den letzten zehn Jahren schon etliche Sonderausstellungen bestritten. „Er hat das Auge und das Gespür für spannende Ausstellungsthemen“, streut Penz dem langjährigen Sonderschau-Partner Rosen. Zudem stehe Pop Art gerade bei den Besucher/innen der ART Innsbruck seit Anbeginn hoch im Kurs. Das komme nicht von ungefähr, findet Penz. „Wir sind von unserem Spirit her ja auch selbst Pop Art, schließlich waren wir seit jeher nicht nur offen für die verschiedensten künstlerischen Ausdrucksformen, sondern haben uns auch stets für Vermarktungsformen abseits des Establishments interessiert.“ Natürlich habe er den Anspruch, mit seinen Sonderschauen jedes Mal aufs Neue ein echtes Highlight zu setzen, betont Rhomberg. Dies umso mehr, als die Sonderschauen der ART Innsbruck sich längst zu einem Publikumshit ausgewachsen haben und auch von den Medien immer mit sehr viel Interesse aufgenommen werden. Mit der diesjährigen Sonderschau von Pop Art-Ikone Mel Ramos und seinen ebenfalls ikonenhaften Pin-Up-Girls wird es Rhomberg zweifelsfrei gelingen, erneut einen spannenden Kontrapunkt setzen. Denn der in Sacramento geborene Sohn portugiesischer Einwanderer, der im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, ist sich und seiner Linie stets treu geblieben. Er scherte sich nie wirklich um die grassierende Political Correctness. Tatsächlich sind seine Akte alles andere als politisch korrekt. Mel Ramos spielt geradezu meisterhaft mit der Attitüde von „Sex sells“ und persifliert spürbar lustvoll die banalen Kommerzialisierungsstrategien, auf die Werber und Vermarkter weltweit nach wie vor zurückgreifen. So bedient er sich einerseits der vitalen Ästhetik der Pin-Up-Darstellungen aus den 50er und 60er Jahren, um sie im Posing wie in den Arrangements mit allfälligen Konsumgütern virtuos zu überhöhen. Denn trotz der manifesten sexuellen Aufladung sind Mel Ramos Pin-ups letztlich unerreichbare Super-Women. Dass sein fast lausbubenhaftes Augenzwinkern dabei vielleicht häufiger mal nicht gesehen wird, nimmt Ramos gelassen in Kauf. „Ich achte darauf, dass meine Werke nicht zu erotisch sind, dass sie immer noch etwas Humorvolles haben. Ich achte auf ‚geschmackvolle’ Inszenierungen. Das versteht man oder nicht.“ Bei der 20. ART Innsbruck werden jedenfalls über vierzig nummerierte und signierte Original-Druckgrafiken des Pop Art-Großmeisters zu sehen sein. Für Galerist und Sonderschau-Gestalter Clemens Rhomberg selbst ist die Schau auch eine Reverenz an einen Künstler, der in unseren Breiten noch nicht jene Bewertung erfahre, die ihm eigentlich zustünde. Mel Ramos ist für ihn Pop Art in Reinkultur. „Er weiß sein Publikum mit subversivem Humor ebenso zu irritieren wie zu amüsieren. Und wie er schon selbst so treffend sagte: das versteht man oder nicht.“

 

// Mel Ramos //

1935 geboren in Sacramento, Kalifornien
1954-1958 Studium der Kunst und Kunstgeschichte am Junior College und an der California State University bei Wayne Thiebaud
1958-1966 Lehrtätigkeit an der Elk Grove High School und an der California State University
1966-1997 Lehrtätigkeit an der California State University, East Bay in Hayward, Kalifornien
Lebt und arbeitet in Oakland/Kalifornien und Horta de Sant Joan/Spanien

 

Messetage : 28. – 31. Jänner 2016                     
Öffnungszeiten: Do. – Sa.: 11 – 19 Uhr, So.: 11 – 17 Uhr   

Ort: Haupthalle A – Messe Innsbruck, Eingang Ost, Claudiastraße 1 (NEU!)


Für w
eitere Informationen:

ART Kunstmesse GmbH., Gutenbergstraße 3, 6020 Innsbruck
Tel. +43(0)512 567101, Fax: +43(0)512 567233,
office@art-innsbruck.com, www.art-innsbruck.com
Preisträgerin  Award Kunstmediator 2009

Nominiert für den Bank Austria Kunstpreis 2013

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