The Android Collective

Das Android Collective verkörpert DIE Generation, die den digitalen Umbruch miterlebt hat – d.h. noch nicht ‚digital native’, aber bilingual, weil beinahe schon im Uterus mit wertvollen Elektrik-Strahlen (z.B. Kraftwerk) konfrontiert und zu guter Letzt: geheilt.

Die Polaroid Androidz wurden also mit technischen Hilfsmitteln erzeugt und werden seit dem Tage fleißig und wie am Fließband fabriziert. Ihr Spezialgebiet ist der Kosmos und die Menschmaschine. Processing, Pläne, Outputs, all dies geschieht nahezu in Lichtgeschwindigkeit – zumindest ist das die Intention ihres omnipotenten Hauptservers – organisiert und effektiv. Ein ultimativer (und statistisch gesehen, mittelfristig gar nicht einmal so unwahrscheinlicher) Bestimmungsort ist das Universum. Die vollständige Metamorphose in Maschinen (Leonhard wäre beispielsweise am liebsten ein Tschick- Automat, Felicitas hingegen bevorzugt es sich in einen Coca-Cola-Automaten zu transformieren) steht bevor… und natürlich die Übernahme der Weltherrschaft mit technischen Mitteln! Wobei an dieser Stelle eingeräumt werden muss, dass dazu erst das Verfassen des Manifests der Maschine notwendig ist: Eine digitale ‚Bibel’ wie frisch aus dem Walzwerk und auf jeden Server der Galaxien gebrannt.

 

Natürlich ist die Megalomanie sowie der dezent in Zynismus überschwappende Sarkasmus Teil einer Kunstfigur – nämlich dem Androiden –, den die Truppe aus Kleinstdioden stampften. Die Polaroid Androidz versuchen der Gesellschaft als eine Art analoger und zugleich digitaler Spiegel zu dienen. Menschen zu provozieren und ihren hirnlosen Umgang mit Geräten (‚Devices’) zu hinterfragen. Sie zu verwirren und fordern es heraus das störende Element im System zu sein.

Die drei jungen Künstler kennen sich bereits einige Jahre und arbeiten zusammen. Das Android Collective schälte sich im Jahre 2014 aus seinem digitalen Ei und schockiert seitdem mit provokanten und vielleicht ‚entarteteren’ Fotoshootings. Sowohl in Privaträumen wie auch im öffentlichen Raum (so manch nichtsahnender Flaneur hat sich schon vollständig von Smartphone und Co. abgewendet und wohnt inzwischen beim Hexenloch im Aigner Park (nahe Salzburg) im absoluten Einklang mit der  Natur).

Die Künstler/innen

 Felicitas Edith Theresia Biller    Geb. 05.07.1987

Leonhard Thomas Pill                  Geb. 22.07.1987

Antonia-Maria Leitgeb                Geb. 25.12.1990

Felicitas Edith Theresia Biller, in Bayern 1987 geboren, lebt und arbeitet seit circa acht Jahren in Salzburg. Neben ihres Germanistik-Studiums ist sie vor allem im Theaterbereich (Schauspiel, Regie- Assistenz, Kostüm & Maske) erfolgreich tätig. Seit einigen Jahren fotografiert und filmt sie auch. Außerdem ist sie Performance-Künstlerin – sie ist, äh– liebt gleichermaßen Trash wie Dada – und geht mit einer mächtigen Portion Loriot’schen Humor gesegnet, durchs Leben. Vielen Künstlern und Künstlerinnen hat sie einen großen Vorteil gegenüber. Sie ist organisiert und, am Telefon erreichbar.

Leonhard Thomas Pill, 1987 in München geboren, ist mittlerweile dazu übergegangen sich explizit als Mitteleuropäer zu bezeichnen und liebt es, auf der Ironieebene über das Verhältnis Deutschland- Österreich-Schweiz zu diskutieren. Schon früh in seinem Leben begann sein Kopf leicht außermittige Ideen zu produzieren (als Kind hatte er beispielsweise fieberhaft daran gearbeitet, mit seinem Bruder eine „Gehirnvertauschungsmaschine“ zu konstruieren). Da war es dann auch gesellschaftlich konform, dass er später Psychologie studierte. Seine wahre Liebe war ihm natürlich stets bewusst: die Kunst und die Kunst, aus dem Bierernst den Ernst zu extrahieren. Und so filmt, fotografiert und irrt er sich nun empor – auf seiner Mission, eher das Bier statt den ‚Ernst’ im Menschen zu sehen.

Antonia-Maria Leitgeb, 1990er Jahrgang, stammt aus Wien und lebte lange Zeit in Salzburg (abgeschlossenes Germanistik und Slawistik-Studium). Derzeit weilt sie in München und studiert Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding, München. Wenn auch bei den Piefkes unterwegs, verliert die bezaubernde Künstlerin, nie ihren Wiener Schmäh. Sie kann aber auch Salzburgerisch-Spießig, wenn sie will – nur: sie will nicht. Ebenfalls schwer und erfolgreich im Theater am Start, beschäftigt sie sich schon länger mit Themen wie Transhumanismus/ Posthumanismus. Ihre Masterarbeit wird sie über posthumanistische Prinzipien am Theater schreiben.

Kontakt:

leonhard.pill@gmx.at

androidcollective.org

One thought on “The Android Collective

  1. Pingback: Good news folks: ANDROIDZ heading for their first exhibition in universe! – prograstkontramm

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